Direkt zum Inhalt

Keine Zweiklassenmedizin – gleicher Zugang bei gleichem Bedarf

Stand: 2026-07-27

Wer eine medizinisch notwendige Behandlung braucht, soll sie erhalten – unabhängig von Einkommen, Versicherungsmodell, Wohnkanton oder Sprache. Dieser Grundsatz ist der Massstab, an dem wir gesundheitspolitische Vorschläge messen.

Fakten

Worum es geht

Zugang entsteht nicht allein durch einen Leistungskatalog. Er hängt auch davon ab, ob Praxen und Ambulatorien erreichbar sind, ob Termine in vertretbarer Frist verfügbar sind und ob Patientinnen und Patienten verstehen, worauf sie Anspruch haben.

Wir beschreiben eine Richtung, keine Momentaufnahme: Unterschiede im Zugang entwickeln sich schleichend, oft als Nebenwirkung von Steuerungsinstrumenten, die für sich genommen nachvollziehbar begründet werden.

Unsere Position

Unsere Position

Freie Ärzte Schweiz beurteilt Steuerungsinstrumente danach, ob sie den Zugang bei gleichem medizinischem Bedarf gleich lassen. Instrumente, die Wartezeiten oder Ausweichangebote systematisch nach Zahlungsfähigkeit differenzieren, lehnen wir ab.

Wir verzichten bewusst auf Alarmrhetorik und auf absolute Aussagen. Statt Zuspitzung fordern wir Wirkungsmessung: Wer eine Massnahme einführt, soll deren Effekte auf den Zugang offenlegen.

Was daraus folgt

Konkret bedeutet das: nachvollziehbare Kriterien für Zugangsentscheide, verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten sowie eine Versorgungsplanung, die ländliche Regionen und die Grundversorgung ausdrücklich einschliesst.

Ärztinnen und Ärzte tragen dabei Verantwortung für eine sachgerechte Indikationsstellung. Diese Verantwortung ist der beste Schutz gegen eine Medizin, die zwischen Patientengruppen unterscheidet.

Seite teilen

Alle Positionen